Silvesteroutfit




Hallo Ihr Lieben!

Wie sich manche Dinge ändern ... Üblicherweise bin ich sehr langsam, was das Nähen angeht, im Winter machen mir die Fotos auch noch einen Strich durch die Rechnung. Wenn ich das mal habe, dann sind die Projekte schnell verbloggt.Hier war es genau andersrum: den Stoff zufällig im Kaifhaus in der Restekiste gefunden und gleich am nächsten Tag entstanden daraus ein Knopfschal von Leni Pepunkt und ein 5-Minuten-Rock.

Am längsten hat dabei gedauert die Ovi zum Nähen zu bekommen. Irgendwie waren plötzlich alle Fäden unvollständig eingefädelt. War ich mit einem Fäden fertig, war der nächste garantiert schon wieder draußen. Irgendwann hat die Ovi dann aber nachgegeben und Schal und Rock waren -für meine Verhältnisse-schnell fertig.



Wie genau die Stoffbezeichnung für den dunkelblauen Stoff ist, weiß ich nicht. Er ist relativ fest und in eine Richtung dehnbar, außerdem hat er eine schöne Struktur auf beiden Seiten. Den Stoff gab es auch noch in schwarz, allerdings war die Zusammensetzung anders und er fühlte sich etwas künstlich an. Kombiniert habe ich ihn mit dem gestreiften Jacquard von Stoff und Stil, ein Geschenk meiner Mom, der schon länger auf den richtigen Einsatz wartet. Geschlossen wird der Knopfschal mit einem kleinen Karabiner und einer Öse. Die zweite Öse ist reine Zierde und war selbstverständlich genauso geplant ...



Den Rock habe ich gleich Silvester getragen und mich sehr wohl darin gefühlt. Auf der Rückfahrt am Neujahrstag machten wir einen kurzen Abstecher nach Blaubeuren und ich witterte meine Chance gleich schöne Bilder vom Liebsten machen zu lassen. Leider war ich wohl doch noch etwas müde und die Bilder sind so mittelmäßig geworden. Aber bevor ich jetzt noch länger zum Bloggen brauche, gibt es jetzt die mittelmäßigen Bilder. Rock und Schal sind ja wichtig, der restliche Körper war einfach etwas unfit ;-)







Habt eine schöne Restwoche!

Abrazo,

Señorita S.


Schnittmuster: Knopfschal von Leni Pepunkt, 5-Minuten-Rock
Wiederholungsfaktor: 💙💙💙💙💙
Stoff: Jacquard von Stoff und Stil, fester Strukturjersey? 

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Jahresrückblick 2017


Hallo Ihr Lieben!

Das Jahr geht zu Ende, Zeit um auf die vergangenen Monate zu blicken und ein Resümee zu ziehen. Was habe ich geschafft, was wollte ich dieses Jahr schaffen und wo soll es nächstes Jahr hingehen?
Hhmmm, so würde ich es beruflich  mache . Aber der Blog ist meine Freizeit und da muss ich nichts schaffen oder fixe Ziele fürs nächste Jahr setzen. Ich kann allerdings überlegen, was mir Spaß gemacht hat, was wiederholenswert ist und schauen, wo ich nähtechnisch im nächsten Jahr hin will.

Mein Nähjahr

Nähtechnisch habe ich dieses Jahr wahnsinnig viel gelernt. Ich habe neue und auch schwierige Taschen genäht  mit denen ich voll und ganz zufrieden bin. Wenn mich jetzt jemand fragt, was ich nähe, kann ich mit Fug und Recht sagen: Taschen - und zwar in jeder Form. Ich habe mich dieses Jahr sogar getraut bei Probenähen mitzumachen: Zum Beispiel sind die Yawning-Bag und mein Rucksack No 1 dabei entstanden.




Das war eine tolle Erfahrung, hat riesig Spaß gemacht, aber setzt mich auch unter Druck, weil das Ergebnis natürlich auch irgendwann fertig sein muss.  Trotzdem werde ich auch im neuen Jahr versuchen beim ein oder anderen Probenähen dabei zu sein - so ganz hat man das ja nicht selbst in der Hand.



Dann bin ich stolze Besitzerin einer Overlock geworden. Sie raubt mir die Nerven - erst bestern habe ich 2 Stunden lang eingefädelt. Aber sobald sie startet bin ich im siebten Himmel.
Jetzt kann ich verstehen, wieso einige von Euch innerhalb kürzester Zeit Kleidung nähen. Ich liebe dieses Rattern und freue mich über jede schöne Naht.



Alles in Allem kann ich jetzt- auch wenn weit weg von perfekt- sagen, dass ich keine Nähanfängerin mehr bin.

Meine Ufos

Jaa, da gibt es Einges. Hauptsächlich Kleidung. Als erstes wäre da ein Hoodie mit einer ganz blöden Anleitung. Ich habe ihn schon mal genäht und wollte nun eine Variante aus Sweat mir Fakepaspel. Leider konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, wie ich beim ersten Jahr die Ecken genäht hatte. So wurden diese jetzt zwar schön, aber links und rechts total ungleichmäßig und damit nicht tragbar. Also Pulli in die Ecke geworfen und nicht mehr angeschaut.


Mein zweites Ufo ist eine Yara, die schon seit fast einem Jahr zugeschnitten da liegt. Der Viskoseyersey ist ziemlich hartnäckig. Nachdem ich nun eine Overlock habe, wollte ich sie geschwind zusammen nähen. Und -Ihr ahnt es schon - nichts mit schnell. Die Säume habe ich mit der Zwillingsnadel noch irgendwie hinbekommen, beim Rollsaum für die Spitze scheiterte ich dann und das Teil landete wiedereinmal in der Ufo- Kiste.
Das dritte Teil ist eine Roya aus French Terry. Und fast fertig. Es fehlen nur noch die Säume. Für das Halsbündchen schnitt ich genau nach Anleitung den grauen Stoff zu. Da er so wenig dehnbar ist mit einer großzügigen Nahtzugabe. Offenbar trotzdem zu wenig. Jetzt ist das Bündchen zu 80 Prozent angenäht, der Rest wird aber nie, nie,nie daran passen. Meine Motivation wieder aufzutrennen hielt sich in Grenzen. Zumal auch das Saumbündchen schon zugeschnitten ist und ich kaum noch Stoff habe.



Mein Selbermacherjahr

Neben dem Nähen, gab es auch einige andere gewerkelte Dinge - nicht alle haben es dabei in den Blog geschafft, zum Beispiel die Selbstgemachte Kosmetik. Dafür aber der  Blumenständer aus Paletten, der auch im Winter tapfer unsere Blumen beherbergt. Auch erste Handlettering-Projekte sind entstanden. Das lohnt sich auch mal abends für eine Viertelstunde, so dass ich Handlettering aktuell gut in meinen Alltag integrieren kann.




Als Kinder gab es bei uns zu Hause die Regelung, dass wir zu Weihnachten nur selbstgemachte Dinge verschenken. Irgendwann im Teenie-Alter wurde mir das etwas peinlich. Meine Freundinnen kauften alle ihre Geschenke und das fand ich viel erwachsener und cooler. Heute merke ich, wie sehr sich mein Umfeld über selbstgemachte Geschenke freut und ich bin ganz froh, dass meine Eltern dieses Selbermachergen gefördert haben. Weihnachten habe ich häufig gehört: Toll, aber das hast Du nicht selbstgemacht, oder? Doch, ich verschenke jetzt wieder gerne kleine selbstgemachte Dinge wie Pralinen, Kosmetik oder Gewürzmischungen :-) und möchte das auch beibehalten.



Mein Fotojahr

Fototechnisch sah es dieses Jahr mau aus. Meine mangelnde Übung führt dazu, dass ich einige Rückschritte gemacht habe, dann macht mir häufig die Dunkelheit einen Strich durch die Rechnung. Zu guter Letzt kamen meine Fotoposts nicht so gut an, klar ich habe auch einen Nähblog. Mal sehen, ob die Lust und Motivation im neuen Jahr zurück kommen. Zumindest das Licht kommt ja irgendwann wieder zurück!






Mein Sportjahr

Sportjahr? Auf einem Nähblog? Ja, muss sein. Der Sport gehört nämlich dazu. Regelmäßig habe ich es zum Pilates und Laufen geschafft. Das Mountainbiken blieb verletzungsbedingt etwas auf der Strecke. Aber im Frühjahr geht es wieder los. So lange hoffe ich auf guten Schnee, um die Langlaufskier in den Griff zu bekommen. Übrigens ein toller Partnersport. Und was der Sport mit meinem Blog zu tun hat? Zur Vorbereitung für einen Lauf bin ich mal losgelaufen um statt der üblichen 5 Kilometer 10 Kilometer zu laufen. Losgelaufen, gemessen, geschafft. Dabei war ich mir so sicher, dass ich nicht mehr wie 5 Kilometer laufen kann. Ich bin eindeutig selbst meine stärkste Gegnerin und Sport funktioniert zu einem Teil auch im Kopf. Das ist etwas, was ich auch auf meinen Alltag übertragen möchte:

Ganz nach Pippi Langstrumpf: Das haben wir noch nie gemacht - also wird's gut gehen!
In diesem Sinne: Habt einen tollen Start ins neue Jahr und vielen Dank an alle, die hier regelmäßig  vorbeischauen, kommentieren oder mitlesen! Bis zum nächsten Jahr!

Abrazo,

Senorita S.












Schnelles und leckeres Weihnachtsgeschenk: Dukkah Gewürzmischung




Hallo Ihr Lieben!

Ich bin eindeutig mit dem Selbermacher-Virus infiziert. Sehe ich im Geschäft schöne Täschchen/Kissen/Schals kaufe ich sie grundsätzlich nicht, sondern schaue, wie ich sie selbermachen kann. Nicht weil ich das Geld nicht ausgeben will, sondern weil das irgendwie gegen meine Selbermacher-Ehre geht. Sämtliche Handtaschen der Mitreisenden im Zug werden auf ihre Nähtauglichkeit geprüft. DIY gehört mittlerweile für mich dazu und auch den Lieblingsmenschen habe ich schon angesteckt.Wann das ganze zu einer Krankheit wird? Vielleicht wenn man abends um zehn in der Küche steht und Haselnüsse mit dem Fleischklopfer hackt... Oder was meint Ihr? Die Nachbarn haben zumindest tapfer durchgehalten und ich konnte diese oberleckere arabische Gewürzmischung namens Dukkah noch eintüten.Wenn man einen Blitzhacker hat geht das ganze schneller. Bei mir gibt es die Anleitung für Küchen mit Basisausstattung :-)



2 EL Kreuzkümmel
2 EL Koriandersaat
1 EL Pfefferkörner

in einer Pfanne ohne Fett anrösten bis es gut riecht.Die Mischung abkühlen lassen1 TL Meersalz hinzufügen und in einen Gefrierbeutel füllen. Mit dem Nudelholz kleinmahlen und unbedingt einmal daran riechen.



2 EL geröstete Pistazien
hacken. Für alle ohne Zerkleinerer: die Pistazien in einen Gefrierbeutel füllen und mit dem Fleischklopfer oder einer Konservendose zerkleinern.
2 EL Sesamsamen
dazugeben.
3 EL Haselnüsse
im Ofen rösten ( 175 Grad Umluft ca 10 Min). Wer geschälte Haselnüsse verwenden mag, auf ein Küchentuch geben, einschlagen und die Haut abrubbeln. Das hat bei mir nicht so gut geklappt, aber auch mit Haut schmeckt es super. Die Nüsse wieder abkühlen lassen (wichtig) und im Gefrierbeutel zerhacken.





Dann alle Gewürze vermischen und in Gläsern abfüllen. Die Menge reicht genau für ein kleines Marmeladenglas. Die Mischung schmeckt super mit Olivenöl auf Weißbrot oder zum marinieren von Lammfleisch. Ich pimpe damit auch Couscous.



Und das Beste am Schluss: Eure Hände und die gesamte Wohnung werden herrlich duften. Dafür kann man auch mal abends um zehn Haselnüsse mit dem Fleischklopfer zertrümmern, liebe Nachbarn 😉
Für Weihnachten auf jeden Fall ein fix gemachtes Geschenk.

Abrazo,

Señorita S.

Verlinkt zu Creadienstag.

DIY-Weihnachtsbaum



Hallo Ihr Lieben!

Kommt bei Euch Weihnachten auch immer so unerwartet daher? Jedes Jahr nehme ich mir vor, dass ich es besser plane, aber irgendetwas spricht dann doch immer dagegen. Und wenn es nur der fehlende Blick in den Kalender ist. Ein paar weihnachtliche Dinge habe ich aber dennoch in den letzten Wochen gewerkelt, die ich Euch gerne noch zeigen möchte, bevor Weihnachten wieder vorbei ist.


Einen Weihnachtsbaum wird es bei uns dieses Jahr nicht geben, stattdessen haben wir uns für einen Deko-Baum entschieden. Die Idee dazu haben wir in einer Supermarktzeitschrift gefunden und an der einzig möglichen Wand im Wohnzimmer gleich umgesetzt. Dafür mussten wir die Wanduhr verschieben und haben eine uns bisher unbekannte Mitbewohnerin kennengelernt. Das Foto hierzu erspare ich Euch. Da ich Gundula die Kälte auf der Terrasse nicht zumuten wollte, lebt sie nun im Hausflur. Offenbar aber nicht mehr auf unserem Stockwerk, möglich dass es ihr bei den Nachbarn besser gefällt.



Aber zurück zum Baum: aus ein paar Ästen und etwas Schnur ist der Baum schnell gebastelt. Laut Anleitung sollen die Äste mit Draht an der Schnur befestigt werden. Zur besseren Stabilität Haben wir die Äste mit Nägeln stabilisiert.

Das war es auch schon: Dann kann geschmückt werden. Mit Lichterkette, Christbaumkugeln und/oder Strohsternen. Ganz wie es Euch gefällt. Ich finde unser Baum ist dieses Jahr eine schöne Alternative  und wir haben die gesamte Adventszeit etwas davon.


Habt Ihr einen Weihnachtsbaum oder verzichtet ihr ab und zu auch drauf?

Für die Fotos muss ich mich dieses Mal wirklich entschuldigen. Leider sehe ich meine Wohnung aktuell nicht bei Tageslicht, so dass ich im Prinzip gar nicht fotografieren kann. Hier hatte ich den Versuch gewagt es doch zu probieren. Zukünftig muss ich mir etwas Besseres einfallen lassen. Sobald es wieder Tageslicht gibt, werde ich die Fotos updaten.

Abrazo,

Señorita S.

Verlinkt zu: RUMS

Männer-Patchworkdecke



Hallo Ihr Lieben,

Abendessen im Hause S.:
Ich: Einige aus der Probenähgruppe haben erzählt, dass sie jetzt noch eine Männer-Variante nähen, weil ihr Mann so begeistert von dem Rucksack ist und auch einen haben möchte.
Señor S.: Da hast Du Glück, das passiert bei mir bestimmt nicht.
Ich: Aber ich würde so gerne auch mal was für Dich nähen.
Señor S.: Wie wäre es, wenn Du endlich mal die Gardinen kürzt? Oder meine Decke fertignähst?
Ich: aber es ist doch gerade viel zu warm für Decken.
Señor S.: Aber bist Du fertig bist ist es bestimmt schon Winter.




Hhmmpf, so ganz unrecht hat er nicht. Denn diese Decke habe ich im Frühling angefangen. Und eigentlich war sie auch fertig. Nur noch ein paar Quiltnähte fehlten. Da ich das natürlich nicht auf mir sitzen lassen konnte, habe ich mich jetzt mal aufgerafft. Hier ist sie nun, die Männerdecke. Weinrot ist die Lieblingsfarbe. Die braun-beigefarbenen Stoffe stammen von der aussortierten aber heißgeliebten Bettwäsche. Für die Rückseite habe ich eine Mikrofaserdecke vernäht. Gefüttert ist sie deshalb nicht noch zusätzlich, der Señor friert ja schließlich sowieso nie. Die einzelnen Quadrate sind 30x30 cm, insgesamt ist die Decke also riesig. Das hat auch das Quilten etwas erschwert, ist halt doch ganz schön viel Stoff unter der Maschine.





Dank meiner Langsamkeit ist sie jetzt pünktlich zur kalten Jahreszeit fertig. Denn in den kurzen 8-10 Wochen zwischen unserem Gespräch und heute, ist es tatsächlich so kalt geworden, dass man die Decke abends auf dem Sofa gut gebrauchen kann.



Gehört Ihr auch zu den Langsam-Finishern oder näht Ihr Eure Projekte immer ganz zügig fertig?

Abrazo,

Señorita S.

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