Kissen aus Geschirrtüchern

Seit dem Umzug habe ich nicht mehr genäht. Das lag zum Teil auch daran, dass das geplante Näh-/Arbeitszimmer bei uns nur noch "Die Kammer des Schreckens" heißt. Und so sieht sie wirklich aus. Von oben bis unten mit Kartons, diversen Werkzeugkisten und Putzzeug vollgestopft. Besonders spannend ist es die Schrauben für meinen Lesesessel darin zu suchen... Einen neuen Sessel kaufen wäre vermutlich erfolgversprechender!

Aber den Schreibtisch habe ich schon notdürftig zusammengeschraubt. Halt noch nicht ganz fest, weil ich den Tisch ja noch streichen will :-) Auch Anfänger brauchen schließlich neue Herausforderungen beim Nähen.

























Beim Stöbern im Netz entdeckte ich eine wunderschöne Idee von Katharina auf Leelah Loves. Sie hat aus Flickenteppichen Kissen für ihren Balkon genäht. Tolle Idee, sieht super schön aus und man muss nur gerade nähen. Genau das richtige Projekt für mich. Leider sind die Ramschläden bei uns nicht sonderlich gut sortiert. Kein Flickenteppich weit und breit. Dafür fand ich aber ganz hübsche Geschirrhandtücher aus denen ich gleich ein Kissen für unsere Sitzecke gezaubert habe. Gefüllt habe ich es mit dem halben Inhalt unserer alten Sofakissen. Die andere Hälfte ziert nun die Kammer des Schreckens.




























Ich finde, das Kissen macht sich auch gut auf der Bank. Ich werde wohl noch Einige nähen ...

Genießt den sommerlichen Abend!

Abrazo,
Señorita S.


Das (fast) unfehlbare Rezept für die leckersten laktosefreien Schoko-Muffins der Welt

"Schreibst du darüber auch in Deinem Blog?", fragte mich Señor S. heute lachend.
Und ich hätte Ihm am liebsten den Schokoteig ins Gesicht geworfen. Was passiert war? Eine Geburtstagstorte für die Katze für die lieben Kollegen sollte es sein. Und weil es grad so sommerlich ist, ein Sommerkuchen. Im Netz recherchierte ich eine super lecker aussehende Zitronentarte. Das Rezept klang auch nicht sonderlich kompliziert und ich backe ja auch schließlich gerne. Schnell die Torte backen und dann gleich raus in die Sonne - war mein Plan.

Der Teig ging auch ganz fix. Nur war er irgendwie sehr klebrig. Keine Chance den auszurollen. Also rein ins Eisfach. Eine halbe Stunde später war der Teig dann zwar ganz kalt, klebte aber immer noch wie Tapetenkleister. So langsam kamen mir Zweifel an der ganzen Aktion. Señor S. und seine hilfreichen Kommentare machten es auch nicht besser: "Mach doch einfach deine berühmten Muffins, da kannst du nichts falsch machen!" Bitte, wie war das gemeint? Kann ich etwa nicht gut backen?  - Die Stimmung wanderte gegen Null....
Die Idee von Señor S., den Teig direkt in der Form auszurollen, war ehrlich gesagt auch nicht der Hit. Mit vereinten Kräften gelang es uns den Teig mit den Händen in die Form zu quetschen. Weiter im Rezept: "Bitte den Teig vorsichtig ausrollen, nach Möglichkeit nicht drücken."  - Nee, ist nicht möglich! Blöder Teig.
Der Rand wurde einen Tick zu braun, die Zitronencreme gelang perfekt. Ha, siehst Du, ich bin eine gute Bäckerin!


Mittlerweile hatte mich Señor S. überzeugt, dass eine Tarte zu wenig ist. Also noch schnell nebenbei Muffins backen. Das kann ich ja im Schlaf. Trockene Zutaten gemischt, flüssige Zutaten gemischt. Señor S. großspurig erklärt, wie wichtig es ist beides erst kurz vor dem Einfüllen zusammenzugeben. Und nebenbei Eischnee geschlagen. Damit es schneller geht den Mixer auf die höchste Stufe gestellt - und der Eischnee verteilte sich in Windeseile in der gesamten Küche. Oh, wie mich so etwas ärgert. Schüssel mit Eischnee ins Waschbecken gestellt und weitergeschlagen. Dann Señor S. weitere Anweisungen geben, Rest der Zitronencreme mit dem Finger naschen, schnell Hände waschen - und rein in den Eischnee!!! Heute ist echt nicht mein Tag. Eischnee mit Wasser drin wird nicht mehr fest - falls sich das mal Jemand von Euch gefragt hat ;-)




Der Rest lief dann glücklicherweise wie vorgesehen. Bis zu dem Moment, an dem ich die Zitronentarte anschneiden wollte. Da das eindeutig nicht mein Tag war, sollte das lieber Señor S. machen. Dann kann man auch besser motzen. Auf mich bin ich ja schließlich sowieso schon sauer... Beim Schneiden zerbröselt der Teig, die Creme zerläuft etwas und dann sind Brösel auf der schönen Zitronentarte. Um das auszubügeln streue ich etwas Puderzucker drüber. Klar, jetzt sieht's noch verunglückter aus. Echt nicht mein Tag. Ich lege die Tarte für den Transport wieder in die Springform , mache den Deckel drauf, hebe die Form an, und der Boden der Springform rauscht nach unten. Noch mehr Brösel auf der Tarte, noch mehr zerflossene Zitronencreme. - Backen ist echt nicht mehr mein Hobby!


Bin ich Señor S. dankbar, dass er mich zu den Muffins überredet hat. So kann ich den Kollegen Morgen wenigstens etwas anbieten. Die verunglückte Tarte werde ich auf den langen Transportweg schieben. Nur für den zu stark gebräunten Rand ist mir noch keine Ausrede eingefallen ;-)


Hier kommt es nun, dass unfehlbare Rezept für die leckersten, laktosefreien Schoko-Muffins der Welt:

165 ml Pflanzenöl
65 ml Kokosmilch
4 Eigelb
1 Schuss Kokossirup ( kann man auch weglassen, wenn man grad keinen Daheim hat)

mischen und beiseite stellen.

105 g Mehl
290 g Zucker
85 g Kakaopulver
50|g Kokosraspel
1 Päckchen Vanillinzucker
1 TL Backpulver

in einer zweiten Schüssel mischen

4 Eiweiß steif schlagen

Die Öl-Eier-Kokosmischung mit der Mehlmischung nur ganz kurz verrühren. Eiweiß unterheben und sofort in Muffinförmchen füllen. Dann schnell in den vorgeheizten Ofen (180 Grad, ca. 20-25 Minuten).
Wird der Teig lange gerührt, bildet sich mehr Gluten und die Muffins werden nicht so locker und saftig. Auch das Vorheizen ist super wichtig. Und dann klappt's auch mit den Muffins :-)


Ich wünsche Euch viel Erfolg und einen kühlen Kopf beim Backen!

Abrazo,
Señorita S.



Fußball-Sommer

So, der Startschuss zum Fußball-Sommer ist gefallen! Dazu gehört für mich auch die richtige Fußball-Ausrüstung. Und unentschlossen wie ich bin, hat es etwas gedauert, bis ich (fast) alles beisammen hatte. Hier kommen meine neuen Schätze:


Mit den T-Shirts/Trikots hatte ich schon so lange geliebäugelt. Zugegebenermaßen steht mir rot nicht wirklich gut, aber was macht man nicht alles für das Lieblingsland :-) Nur die chilenische Flagge war heute ausverkauft. Der nette Verkäufer wollte mir ersatzweise die argentinische anbieten, aber das ging mir dann doch zu weit ...




Nun bin ich für die wichtigsten Spiele klamottentechnisch ausgestattet.




Die Ohrringe trage ich zum Einstimmen auch schon im Büro. Da kommt Niemand mehr auf die Idee zu fragen, ob ich den Telefondienst abends übernehmen möchte ;-)


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Fußballschauen und mitfiebern!

Abrazo,
Señorita S.



Wohnung - Die Erste

Wochenlang hatten wir hin und her überlegt, wie wir das Wohn-/Esszimmer in der neuen Wohnung am Besten einrichten. Klar war: wir brauchen ein neues Sofa, einen großen Esstisch und viel Stauraum. Es sollte modern sein, denn den  80er- Jahre -Stil der Wohnung wollten wir nicht noch weiter unterstützen. Mit  rund 45 Quadratmetern ist der Raum nicht gerade klein, hat aber an drei Seiten Fenster und ist zu einer Seite offen. Ich hatte zwar ganz genaue Vorstellung von den Möbeln und wie sie stehen sollten, aber irgendwie passte es nie.

Daher entschlossen wir uns, eine Online-Wohnungsberatung zu beauftragen. Das Prinzip ist recht einfach: Grundriss zeichnen, Fotos des Raumes machen, Fragebogen ausfüllen, evtl. genauer beschreiben welche Möbel und welchen Stil man sich vorstellt, Budget angeben und per eMail verschicken. 1 bis 2 Wochen später bekommt man einen Vorschlag mit Grundriss und  Raumansichten zugeschickt. Uns hat das rund 250 Euro gekostet und einige neue Ideen gebracht.

Nach längerer Recherche entschied ich mich für Frag die Raumgestalter, da es hier keine Größenbeschränkung für den zu gestaltenden Raum gibt. Ob wir einfache Kunden waren wage ich zu bezweifeln, schließlich wusste ich schon ganz genau wie ich alles eingerichtet haben wollte, passen wollte es einfach nicht.



Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir sind auf jeden Fall echt zufrieden. Bisher haben wir noch nicht alles umgesetzt. Und Einiges haben wir abgeändert, aber wir sind super glücklich mit unserem neuen Wohnzimmer. Ring frei für die Zimmerschau:






Ich wünsche Euch ein wunderschönes verlängertes Wochenende. Qué se divierten!

Abrazo,
Señorita S.





Eine Patchworkdecke ....

... sollte es sein, als besonderes Geschenk für eine Freundin, die bald Mutter werden würde. Nur hatte ich nicht bedacht, dass ich gar nicht nähen kann. Beim surfen nach Inspirationen fand ich so schöne selbstgenähte Decken und Taschen, dass ich gar nicht verstehen konnte warum ich den Handarbeitsunterricht so gehasst habe. Nun gut, vielleicht lag es ja neben meinem nicht vorhandenem  überschaubaren Talent auch an der Auswahl der genähten Sachen: Topflappen sind für eine 13-Jährige natürlich auch nicht wirklich spannend. Die Wende-Weste klang schon vielversprechender, sah aber in der Einheitsgröße nun auch nicht wirklich aus... Gespeichert hatte ich daher für mich: Handarbeiten kann ich nicht und will ich nicht.
Aber je mehr ich im Netz an Inspirationen und Anleitungen fand, desto mehr wuchs in mir der Wunsch es doch noch einmal mit dem Nähen zu versuchen. Mit der Nähmaschine meiner Schwester entstanden die ersten Stücke: ein Nadelkissen, bei dessen Anblick JEDER vor Lachen in Tränen ausbricht und zwei Utensilios. Das erste war leider ein kleiner Fail - ich wusste nicht, dass man das Papier vom Bügelvlies abziehen muss. Nun knistert es also etwas.

Tatsächlich wagte ich mich schließlich an die besagte Krabbel-Patchworkdecke. Man sollte gar nicht glauben, wie schwierig es ist gerade zu nähen :-) Einfacher wurde es dann mit meiner eigenen Maschine, die meistens auch macht was ich will - ein Geschenk von Señor S.  Krum und schief wurde sie trotzdem, also die Decke, aber ich glaube, der Kleinen hat das nichts ausgemacht.

Als Geschenk für die Lieblingsschwester sollte es eine richtig große Kuscheldecke werden, geradenähen kann man ja nicht oft genug üben. Bei Dekoretti fand ich eine wunderschöne Inspiration die genau zu meinem Schwesterherz passt - in weiß, grau, schwarz und mit ihren geliebten Schafen. Nach langem zögern traute ich mich auch an den teuren Baumwoll-Teddyplüsch für die Rückseite (Nein, Schatz ich kann jetzt schon neuen Stoff kaufen - die Decke ist doch so gut wie fertig, ich muss nur noch die Rückseite drannähen... ;-)
Und voilà, fertig ist sie, die Decke für das Schwesterherz:

Patchworkdecke nach Inspiration bei Dekoretti

mit Teddyplüsch auf der Rückseite und Schafen auf der Vorderseite

... und Sternen :-)