Das (fast) unfehlbare Rezept für die leckersten laktosefreien Schoko-Muffins der Welt

"Schreibst du darüber auch in Deinem Blog?", fragte mich Señor S. heute lachend.
Und ich hätte Ihm am liebsten den Schokoteig ins Gesicht geworfen. Was passiert war? Eine Geburtstagstorte für die Katze für die lieben Kollegen sollte es sein. Und weil es grad so sommerlich ist, ein Sommerkuchen. Im Netz recherchierte ich eine super lecker aussehende Zitronentarte. Das Rezept klang auch nicht sonderlich kompliziert und ich backe ja auch schließlich gerne. Schnell die Torte backen und dann gleich raus in die Sonne - war mein Plan.

Der Teig ging auch ganz fix. Nur war er irgendwie sehr klebrig. Keine Chance den auszurollen. Also rein ins Eisfach. Eine halbe Stunde später war der Teig dann zwar ganz kalt, klebte aber immer noch wie Tapetenkleister. So langsam kamen mir Zweifel an der ganzen Aktion. Señor S. und seine hilfreichen Kommentare machten es auch nicht besser: "Mach doch einfach deine berühmten Muffins, da kannst du nichts falsch machen!" Bitte, wie war das gemeint? Kann ich etwa nicht gut backen?  - Die Stimmung wanderte gegen Null....
Die Idee von Señor S., den Teig direkt in der Form auszurollen, war ehrlich gesagt auch nicht der Hit. Mit vereinten Kräften gelang es uns den Teig mit den Händen in die Form zu quetschen. Weiter im Rezept: "Bitte den Teig vorsichtig ausrollen, nach Möglichkeit nicht drücken."  - Nee, ist nicht möglich! Blöder Teig.
Der Rand wurde einen Tick zu braun, die Zitronencreme gelang perfekt. Ha, siehst Du, ich bin eine gute Bäckerin!


Mittlerweile hatte mich Señor S. überzeugt, dass eine Tarte zu wenig ist. Also noch schnell nebenbei Muffins backen. Das kann ich ja im Schlaf. Trockene Zutaten gemischt, flüssige Zutaten gemischt. Señor S. großspurig erklärt, wie wichtig es ist beides erst kurz vor dem Einfüllen zusammenzugeben. Und nebenbei Eischnee geschlagen. Damit es schneller geht den Mixer auf die höchste Stufe gestellt - und der Eischnee verteilte sich in Windeseile in der gesamten Küche. Oh, wie mich so etwas ärgert. Schüssel mit Eischnee ins Waschbecken gestellt und weitergeschlagen. Dann Señor S. weitere Anweisungen geben, Rest der Zitronencreme mit dem Finger naschen, schnell Hände waschen - und rein in den Eischnee!!! Heute ist echt nicht mein Tag. Eischnee mit Wasser drin wird nicht mehr fest - falls sich das mal Jemand von Euch gefragt hat ;-)




Der Rest lief dann glücklicherweise wie vorgesehen. Bis zu dem Moment, an dem ich die Zitronentarte anschneiden wollte. Da das eindeutig nicht mein Tag war, sollte das lieber Señor S. machen. Dann kann man auch besser motzen. Auf mich bin ich ja schließlich sowieso schon sauer... Beim Schneiden zerbröselt der Teig, die Creme zerläuft etwas und dann sind Brösel auf der schönen Zitronentarte. Um das auszubügeln streue ich etwas Puderzucker drüber. Klar, jetzt sieht's noch verunglückter aus. Echt nicht mein Tag. Ich lege die Tarte für den Transport wieder in die Springform , mache den Deckel drauf, hebe die Form an, und der Boden der Springform rauscht nach unten. Noch mehr Brösel auf der Tarte, noch mehr zerflossene Zitronencreme. - Backen ist echt nicht mehr mein Hobby!


Bin ich Señor S. dankbar, dass er mich zu den Muffins überredet hat. So kann ich den Kollegen Morgen wenigstens etwas anbieten. Die verunglückte Tarte werde ich auf den langen Transportweg schieben. Nur für den zu stark gebräunten Rand ist mir noch keine Ausrede eingefallen ;-)


Hier kommt es nun, dass unfehlbare Rezept für die leckersten, laktosefreien Schoko-Muffins der Welt:

165 ml Pflanzenöl
65 ml Kokosmilch
4 Eigelb
1 Schuss Kokossirup ( kann man auch weglassen, wenn man grad keinen Daheim hat)

mischen und beiseite stellen.

105 g Mehl
290 g Zucker
85 g Kakaopulver
50|g Kokosraspel
1 Päckchen Vanillinzucker
1 TL Backpulver

in einer zweiten Schüssel mischen

4 Eiweiß steif schlagen

Die Öl-Eier-Kokosmischung mit der Mehlmischung nur ganz kurz verrühren. Eiweiß unterheben und sofort in Muffinförmchen füllen. Dann schnell in den vorgeheizten Ofen (180 Grad, ca. 20-25 Minuten).
Wird der Teig lange gerührt, bildet sich mehr Gluten und die Muffins werden nicht so locker und saftig. Auch das Vorheizen ist super wichtig. Und dann klappt's auch mit den Muffins :-)


Ich wünsche Euch viel Erfolg und einen kühlen Kopf beim Backen!

Abrazo,
Señorita S.



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