Lesewinter

Hallo Ihr Lieben!

Vor Kurzem wollte ich mich mit zwei Freundinnen treffen. Allerdings saß ich im falschen Restaurant. Dass es auch gleich zwei Restaurants mit gleichem Namen in der Nähe gibt, war mir neu. Seitdem fragen mich die Beiden immer ganz genau, ob ich auch weiß wo das ist :-) Und mit Vorliebe verabreden sie sich mit mir vor Buchgeschäften. Denn die kenne ich immer und dort komme ich auch nur schwer vorbei. Es gibt nichts schöneres als einen Stapel Bücher neben dem Bett!





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So war es auch nicht verwunderlich, als mich eine der besagten Freundinnen nach ein paar Buchtipps fragte. Ja, die habe ich. Und Ihr bekommt sie auch gleich.Generell lese ich auch recht viel "Mord-und-Totschlag"-Romane. Aber manchmal braucht man ja auch einfach was Nettes. Hier kommen sie also, meine Empfehlungen der letzten Jahre.




Das erste Buch habe ich Miguel zu verdanken. Er arbeitet im Buchladen am Flughafen in Barcelona und hat mir das Buch "Pim Pam Pom Amor" empfohlen, als ich etwas nettes fröhliches und nicht zu schweres zum Lesen gesucht habe. Und was soll ich sagen, das trifft alles zu. Auf Deutsch gibt es das Buch natürlich auch, es heißt "Er liebt, sie liebt" und erzählt die Liebesgeschichte von  Jamie und Laura. Dabei  ist das Buch aber keine typische Liebesschmulze, sondern erzählt sehr amüsant und unterhaltsam, was so alles schief gehen kann, wenn man auf der Suche nach der großen Liebe ist. Der Leser erfährt von beiden Seiten, über Jamies Blogeinträge und Lauras Tagebucheinträge, von den Katastrophen die sich auftun, wenn sich das Universum gegen einen verschworen hat. Der Autor, Nick Spalding, hat seine Bücher zunächst selbst verlegt. Einige Rezensenten bemängeln die teilweise etwas vulgäre Sprache in Jamies Blogeinträgen, vielleicht ist mir das auf Spansich nicht so sehr aufgefallen bzw. Ich lese über so etwas hinweg. Mein Fazit: Ein nettes Buch, nicht anspruchsvoll aber durchaus sehr unterhaltsam und lässt sich auch gut in Fremdsprachen lesen. " Nein, ich lese das nicht zum Spaß, ich mache gerade was für mein Englisch." :-)




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Dass mein Herz für Lateinamerika  schlägt, habt Ihr ja schon mitbekommen. Die meisten Bücher von Isabel Allende habe ich verschlungen. Zwei sind meine persönlichen Favoriten. Das "Das Siegel der Tage" ist ein sehr persönliches Buch, in dem die chilenische Autorin ihrer verstorbenen Tochter Paula von ihrer Familie berichtet. Die Patchworkfamilie der Autorin ist wahnsinnig unterhaltsam, komisch und manchmal auch etwas traurig. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.



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Das zweite Lieblingsbuch ist "Mein erfundenes Land" und auch wieder ein sehr persönliches Buch. Isabel Allende wächst als Stieftochter eines Diplomaten auf der ganzen Welt auf und musste 1975 nach dem Militärputsch Pinochets ins Exil gehen. Entsprechend liebt und vermisst die Autorin ihr Heimatland, kennt es aber auch gar nicht so gut. Das ist auf der einen Seite sehr traurig, auf der anderen Seite eine tolle Mischung für ein Buch. Die Autorin stellt uns ihr persönliches Chile vor, wie es nur Jemand kann, der nicht ganz dazu gehört und etwas Abstand hat. Mir hat das Buch persönlich sehr gut gefallen. Häufig musste ich denken: Ja, genauso ist es. So sind die Chilenen! Gleichzeitig erfährt man auch viel über die Familie von Isabel Allende.



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Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an meinen Buchempfehlungen. Falls Ihr mögt, gebe ich hier gerne häufiger Empfehlungen,  Habt Ihr Lieblingsbücher, die Ihr Euch im Gedächtnis geblieben sind oder die Ihr immer wieder zur Hand nehmt?

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch einen schönen Lesewinter mit viel spannenden, emotionalen und lustigen Romanen!

Abrazo,

Señorita S.

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