Die neuen Mitbewohner stellen sich vor

Hallo Ihr Lieben!

Ihr habt ja schon ab und zu etwas über uns gehört, aber als Alpha-Kater des Hausen möchte ich mich Euch selbst vorstellen. Ich bin Yuki und einer der neuen Mitbewohner im Hause S. Zusammen mit meinem Bruder Diego bin ich vor zwei Monaten hier eingezogen. Und hier ist es eigentlich ganz ok. Eindeutig bin ich der hellste Kopf in diesem Haus, aber so ist das halt. Mittlerweile habe ich die beiden Dosenöffner gut im Griff. Etwas begriffsstutzig sind sie zwar, aber sie geben sich redlich Mühe.

Wie es gekommen ist, dass wir hier gelandet sind? Nun, das war so: Mein altes Frauchen musste leider ins Frauenhaus und hat uns bei der Katzenhilfe abgegeben. Ich könnte mich ja mit dem Troubel dort ganz gut arrangieren, aber meinem Bruder Diego war das nicht geheuer. Zu viele fremde Dosenöffner und zu viele Katzen. Zumal er nicht so gut sieht, sagt er. Ich sage, er ist ein Blindfisch. Aber das ist dort Niemandem aufgefallen.


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Eines Tages kamen unsere neue Dosenöffner um sich Katzen anzuschauen. Da sie zwei haben wollten, wurden wir Ihnen ans Herz gelegt. Diego hat sich auch gleich für den großen Dosenöffner interessiert und ihn die ganze Zeit mit seinem Kopf angebumst. Das fanden die Beiden irgendwie süß. Optisch war ich jetzt  ehrlich gesagt nicht so angetan von den Beiden: einer sieht aus wie ein Streichholz: dünn und mit roten Haaren, der andere hat einen Bauch. Nein, so ein Katzenbauch ist etwas ganz anderes! Jeder anständige Alpha- Kater sollte ein Bäuchlein haben! Also habe ich die Beiden ignoriert und erst einmal eine Runde geschlafen. Nach einem Gespäch mit der Katzenfrau wollten uns die Beiden als Pflegekatzen aufnehmen. Ich sag Euch: Die Fahrt dorthin war die pure Hölle. Ich habe geschrien, getobt und geheult, aber niemand hat mich beachtet. Die Wohnung war dann ganz in Ordnung, sie ist groß und es gibt einen kleinen Balkon. Aber viel besser ist die Terrasse, da kann ich über die Balkonbrüstung aufs Dach klettern. Ist echt cool, da oben zu stehen, zu mauzen und jeder kommt gleich angerannt. Warum verstehe ich nicht ganz, aber so sind sie halt die Menschen Dosenöffner. Hinterher bekomme ich dann Leckerlies, weil ich so cool auf dem Dach stand.

Meinem Bruder Diego gefällt es auch ganz gut. Die beiden Dosenöffner haben recht schnell festgestellt, dass er ein Blindfisch ist und zum Arzt gebracht. Der konnte aber leider nichts machen, die Augen sind schon zu geschädigt. Dabei wurde dann auch festgestellt, dass er Katzenleukose hat. Das ist ein schlimmes Virus, das sein Immunsystem angreift und auch sehr ansteckend ist. Als richtiger Alpha-Kater kann mir aber nichts passieren. Ich bin kerngesund, das habe ich dem Doc auch gleich gezeigt. Mit mir sollte man sich nicht anlegen! Auf Diego passe ich jetzt natürlich noch besser auf, manchmal braucht er etwas Nachhilfe, wenn es um den Umgang mit den Dosenöffnern geht. Denn ist es nicht so: Lässt man es erst einmal schleifen, sind sie schnell verzogen. Und dann bekomme ich möglicherweise mein Futter nicht dann, wenn ich es möchte. Aber das mache ich Ihnen schon lautstark klar. Manchmal sind sie allerdings etwas schwer von Begriff. Aber es kann halt nicht jeder meine Intelligenz haben!



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Nach einiger Zeit haben die beiden Dosenöffner dann beschlossen, uns zu adoptieren. Da haben wir auch unsere Namen bekommen: Diego und Yuki. Yuki ist übrigens japanisch und heißt Schnee. Weil ich nämlich schneeweiß bin. Zu diesem Zeitpunkt habe ich beschlossen, dass der Streicholz und der Bauch ganz ok sind und hole mir seitdem auch ab und an eine Streicheleinheit ab. Am Liebsten spiele ich aber mit dem Bauch. Das ist echt cool, der weiß einfach wie man meinen Mausvogel am besten wirft. Dann flitze ich durch die ganze Wohnung und teile ihm lautstark mit wie cool das ist. Muss man ja machen, sonst merkt er das vielleicht nicht!
Diego hat eine innige Beziehung zu dem Streichholz und leistet ihr beim Frühstück Gesellschaft. Da darf sie ihn dann streicheln und kraulen und aufpassen, dass er ihr nicht vom Schoß fällt. Wenn ihm etwas besonders gut gefällt klingt er ein bisschen wie Darth Vader.



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Aber das Leben als Kater ist auch ganz schön anstrengend. der Tag ist vollgepackt mit Schlafen und Fressen und durch die Wohnung toben. das mache ich auch gerne zusammen mit Diego. Damit er auch hört wo ich bin mauze ich dann ganz viel, dann kann er hinterhertraben.
Ein paar Sachen gefallen mir auch nicht so gut. Stellt Euch vor, nachts bekomme ich kein Futter. Ich werde mal ein Wörtchen mit dem Tierschutz sprechen. Außerdem darf ich auch nicht im Küchendrehschrank Karussell fahren und dabei die Plastikverpackungen anfressen. Ganz schön kleinlich!

Aber gut, ich bin ja nicht umsonst das intelligenteste Alpha-Tier im Hause S. Und werde schon noch eine Lösung dafür finden. Bis dahin sende ich euch liebe Grüße. Macht's gut und verwöhnt Eure Stubentiger gut!

Euer Yuki

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