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Schnelles und leckeres Weihnachtsgeschenk: Dukkah Gewürzmischung




Hallo Ihr Lieben!

Ich bin eindeutig mit dem Selbermacher-Virus infiziert. Sehe ich im Geschäft schöne Täschchen/Kissen/Schals kaufe ich sie grundsätzlich nicht, sondern schaue, wie ich sie selbermachen kann. Nicht weil ich das Geld nicht ausgeben will, sondern weil das irgendwie gegen meine Selbermacher-Ehre geht. Sämtliche Handtaschen der Mitreisenden im Zug werden auf ihre Nähtauglichkeit geprüft. DIY gehört mittlerweile für mich dazu und auch den Lieblingsmenschen habe ich schon angesteckt.Wann das ganze zu einer Krankheit wird? Vielleicht wenn man abends um zehn in der Küche steht und Haselnüsse mit dem Fleischklopfer hackt... Oder was meint Ihr? Die Nachbarn haben zumindest tapfer durchgehalten und ich konnte diese oberleckere arabische Gewürzmischung namens Dukkah noch eintüten.Wenn man einen Blitzhacker hat geht das ganze schneller. Bei mir gibt es die Anleitung für Küchen mit Basisausstattung :-)



2 EL Kreuzkümmel
2 EL Koriandersaat
1 EL Pfefferkörner

in einer Pfanne ohne Fett anrösten bis es gut riecht.Die Mischung abkühlen lassen1 TL Meersalz hinzufügen und in einen Gefrierbeutel füllen. Mit dem Nudelholz kleinmahlen und unbedingt einmal daran riechen.



2 EL geröstete Pistazien
hacken. Für alle ohne Zerkleinerer: die Pistazien in einen Gefrierbeutel füllen und mit dem Fleischklopfer oder einer Konservendose zerkleinern.
2 EL Sesamsamen
dazugeben.
3 EL Haselnüsse
im Ofen rösten ( 175 Grad Umluft ca 10 Min). Wer geschälte Haselnüsse verwenden mag, auf ein Küchentuch geben, einschlagen und die Haut abrubbeln. Das hat bei mir nicht so gut geklappt, aber auch mit Haut schmeckt es super. Die Nüsse wieder abkühlen lassen (wichtig) und im Gefrierbeutel zerhacken.





Dann alle Gewürze vermischen und in Gläsern abfüllen. Die Menge reicht genau für ein kleines Marmeladenglas. Die Mischung schmeckt super mit Olivenöl auf Weißbrot oder zum marinieren von Lammfleisch. Ich pimpe damit auch Couscous.



Und das Beste am Schluss: Eure Hände und die gesamte Wohnung werden herrlich duften. Dafür kann man auch mal abends um zehn Haselnüsse mit dem Fleischklopfer zertrümmern, liebe Nachbarn 😉
Für Weihnachten auf jeden Fall ein fix gemachtes Geschenk.

Abrazo,

Señorita S.

Verlinkt zu Creadienstag.

Milchreis im Bett kochen oder Easy - Peasy-Milchreis à la Oma

Hallo Ihr Lieben!

Vor einiger Zeit erwähnte ich beim Sieben Sachen Sonntag, dass ich Señor S. noch zeigen wollte, wie man Milchreis im Bett kocht. Das war offenbar auch Einigen von Euch neu. Und nein, dass ist keine Umschreibung für irgendeine Tantra-Technik, es geht tatsächlich um Milchreis kochen :-)




Ich liebe Milchreis ja total. Meine Mutter hat ihn früher häufig für meine Schwester und mich gekocht. Damit wir "was auf die Rippen bekommen" mit Sahne gestreckt, und es ist bis heute eins meiner Lieblingsessen (auf den Rippen haben wir allerdings immer noch nichts). In den letzten Jahren gab es bei uns häufig die Variante aus der Tüte. Das ist aber ehrlich gesagt total überflüssig. Denn Milchreis ist schnell selbst gemacht. Und mit der Variante meiner Oma kann auch nichts anbrennen!




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Ihr braucht:

  • Rundkorn-Reis (Milchreis)
  • Milch (L-frei, Soja-Milch, wie ihr mögt)
  • 1 Prise Salz
  • Zucker
  • nach Wunsch: Zimtstange, Vanilleschote, etwas Sahne, 
Und so geht's:

Für 250g Milchreis braucht ihr einen Liter Milch. Milch mit einer Prise Salz zum kochen bringen, Reis einrühren, Zimtstange und 1/4- 1/2 ausgekratzte Vanilleschote dazugeben und 5 Minuten bei mittlerer Hitze auf dem Herd köcheln lassen. Umrühren, Deckel auf den Topf, in ein Handtuch wickeln, in die Bettdecke wickeln und warten.
Nach 2-3 Stunden sollte Euer Milchreis fertig sein! Die Restwärme im Topf und den Decken reicht tatsächlich aus um den Milchreis fertig zu garen! Deckel abnehmen, mit 3-4 Esslöffeln Zucker süßen und umrühren. 
Voilà - fertig ist der Easy-Peasy-Milchreis. Man kann ihn auch morgens kochen und nachmittags/abends nach der Arbeit futtern :-)
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Hier noch einige Tipps und Erfahrungen:
  • Den Zucker erst zum Schluss dazugeben, dann wird der Milchreis cremiger
  • Laut Anleitungen auf dem Rundkornreis benötigt man 1 Liter Milch für 250g Milchreis. Es wird etwas weicher und cremiger, wenn ihr etwas mehr Milch (oder einen Schuss Sahne) dazugebt.
  • Falls Euch der Milchreis am Schluss zu fest ist, einfach noch etwas kalte Milch hinzugeben und umrühren.
  • Diese Variante NIENIENIE in Spanien bei 40 Grad im Schatten ausprobieren!!!



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Und die Erklärung warum meine Oma den Milchreis so gekocht hat? Im Gegensatz zu mir hatte sie nicht Angst um die Kochtöpfe weil sie beim Milchreis kochen mit dem I-Pad die Zeit total vergessen hatte ;-) Nein, das war die energiesparendste Methode nach dem Krieg. 

Ich wünsche Euch guten Appetitt!

Buen provecho y und abrazo fuerte,

Señorita S.

Verlinkt zu: Creadienstag



Olá Primavera - Leckere Pastéis de Nata

Hallo Ihr Lieben!

Die liebe Sia von Sia's Soulfood feiert Blog-Geburtstag und sammelt frühlingshafte Rezepte. Da bin ich natürlich dabei. Aber erst einmal: Muitos parabens! Herzliche Glückwünsche zum Blog-Geburtstag, liebe Sia! Ich mag Deinen Blog wahnsinnig gerne und freue mich jedes Mal auf Deine Geschichten und Rezepte! Vor allem bin ich wahnsinnig begeistert von Deinen schönen Fotos! Bitte mach weiter so, ich freue mich schon auf das nächste Jahr und viele neue Rezepte!



Heute kommt ein frühlingshaftes Rezept für Euch! Es erinnert mich an Sonne, Café und Lissabon. Seufz! Obwohl ich da gar keine pastéis de nata gegessen habe. Denn "nata" heißt Sahne und da bin ich raus... Aber hier gibt es ein Rezept ohne Sahne, mit (laktosefreier) Milch, nur vegan sind die kleinen Puddingtörtchen nicht.
























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Mundraub - Oder: DIY für leckere laktosefreie Pralinen

Wenn ich etwas backe oder koche mache ich üblicherweise während des Zubereitens eine Reihe von Fotos. Hinterher gebe ich dann die Kekse, Muffins etc. frei, wenn ich die Fotos im Endzustand gemacht habe. Manchmal, zuletzt bei den Macadamia-Cookies, beschließe ich dann auch, dass sie schon vorher gegessen werden können, weil zu unfotogen.


Nicht so mit den Pralinen, die Señor S. und ich vor einiger Zeit gemacht haben. Da waren so viele da, dass ich sie nach 3 Tagen zum Verzehr freigegeben habe. Am nächsten Wochenende sollten dann bei Tageslicht die Pralinen-Fotos entstehen. Aus Mangel an einer guten Fotoidee verschob ich das Ganze. Doch ich hatte nicht die Rechnung mit Señor S. gemacht. Die Riesenschüssel-Pralinen war plötzlich verschwunden. Statt 50 Pralinen blieben mir noch 9!
Hier nun deshalb schnell der Post mit den leckeren laktosefreien Pralinen, die sicher auch mit Laktose ganz vorzüglich schmecken!

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Ihr braucht dazu:

  • 12 Oreo-Kekse (passt auf, dass in Eurer Packung nicht plötzlich welche fehlen!, soll schon vorgekommen sein!)
  • 100 g Frischkäse
  • dunkle Kuvertüre
außerdem: etwas Zeit im Nachlauf, um die Küche wieder in Ihren Ursprungszustand zurückzusetzen.

Als erstes zerbröselt ihr die Kekse (mit Füllung) ganz fein. Das geht am besten in einem Gebrierbeutel. Dann Kekse und Frischkäse mit dem Mixer vermischen und die Masse kaltstellen. Je kälter, desto leichter lassen sich hinterher Kugeln formen.



Dann die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Im Idealfall sollte sie nicht zu heiß sein, daher eventuell hinterher noch kurz abkühlen lassen. Ist die Kuvertüre zu heiß, sieht die Schokolade hinterher nicht so schön aus (und bekommt Flecken wie zum Beispiel bei mir). Dann mit der Hand Kugeln aus der Oreo-Frischkäse-Masse formen und mit Kuvertüre überziehen. Pralinenmacher-Profis schwören hierbei darauf die Kuvertüre in der Hand zu verteilen und die Kugeln darin zu drehen. Das hat bei uns nicht funktioniert und sie bekamen einfach ein Tauchbad in der Kuvertüre. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und fertig! Die Pralinen am Besten bei Zimmertemperatur über Nacht aushärten lassen, dabei eventuell die Kugeln nach einigen Stunden mal drehen, damit auch die Unterseite gut trocknet!

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Die Pralinen halten sich theoretisch bestimmt ein bis zwei Wochen. Rein praktisch kann ich Euch jedoch nur davon abraten...



Lasst es Euch schmecken!

Abrazo,

Señorita S.

verlinkt bei: Meertje

Das Smoothie Projekt

Vor Kurzem sollte ich bei einem Arztbesuch ankreuzen wie ich mich ernähre: Vegetarisch (auf meine Salami-Pizza kann ich einfach nicht verzichten. Außerdem ist vegetarisch und Anti-Laktose dann eine echt schwierige Kombination), Mischkost oder einseitig. Ich habe mich für Mischkost entschieden. Zugegebenermaßen ist das Kantinenessen aber eher einseitig. Ich versuche das zu Hause mit Obst und Gemüse auszugleichen, was mir aber nicht immer gelingt. Vor allem nicht das mit dem Gemüse.


Also her mit den grünen Smoothies! Gemüsesäfte sind nicht so mein Ding. Also habe ich mich jetzt durch die verschiedensten grünen Smoothies mit veränderlichen Teilen Gemüse probiert. Die Tipps für Gemüsesmoothies im Netzt lauten meistens

  • Für Anfänger maximal 40 Prozent Gemüse, 60 Prozent Obst - 
  • Als Obst eignet sich Banane, da sie sehr süß und geschmacksneutral ist 
  • Mit grünem Gemüse wie Spinat oder Feldsalat beginnen, da diese nicht so intensiv schmecken.
  • Genügend Wasser/Flüssigkeit dazugeben.






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Den Anfang machte ein Smoothie aus 

  • 1 handvoll Spinat
  • 1/2 Avocado
  • 1 Banane 
  • Apfelsaft
Das ist jetzt noch nicht wahnsinnig viel Gemüse, da ja die Avocado zu Früchten zählt, Aber mal ein Anfang. Farbe und Konsistenz waren schön und mit etwas Honig hat der Smoothie echt gut geschmeckt. Der Spinatgeschmack ist sehr dezent. Sogar Señor S. Hat sich (nach zwei Anläufen) getraut. Und wollte dann ein eigenes Glas.

Der zweite Versuch bestand aus

  • 1 Banane
  • 1/2 Avocado
  • 1 handvoll Kohlrabiblätter
  • Apfelsaft
  • etwas Honig
Die sollen ja gesünder sein als das eigentliche Gemüse. Schmecken tun sie auf jeden Fall dezent. Und machen eine hübsche grüne Farbe. Auch Señor S. hat sich an die grüne Farbe gewöhnt und trinkt ein ganzes Glas. Und das sogar nachdem er erfahren hat, dass Kohlrabiblätter drin sind.




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Auch der nächste Versuch aus

  • 1 Banane,
  • 1 handvoll Kohlrabiblätter
  • Apfelsaft 
war absolut genießbar. Nur bei den 40% Gemüse bin ich vermutlich noch nicht so ganz.

Mein Favorit bislang ist

  • 1 Kiwi
  • 2 handvoll Spinat
  • 1 Apfel
  • Apfelsaft

Der hat eine klasse Farbe, schmeckt leicht säuerlich und die Zutaten halten sich lange. Zumindest wenn man Tiefkühl-Spinat zu Hause hat. Der eignet sich auch hervorragend für Smoothies.

Abraten kann ich aber in jedem Fall von der Kombination Banane, Apfelsaft und Gartenkresse. Schon alleine die Farbe ist schrecklich. Vom Geschmack möchte ich gar nicht reden. Gartenkresse habe ich künftig aus allen Experimenten gestrichen.





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Zusammenfassend hier meine Tipps für grüne Smoothies:

  • Kohlrabiblätter, Feldsalat, Spinat (frisch oder TK), Karottengrün kann man tatsächlich gut in Smoothies mischen. Dafür am besten zunächst das Grünzeug mit Wasser/Saft mixen und erst später das restliche Obst und Gemüse dazugeben.
  • Saft als Grundlage macht das Ganze etwas schmackhafter als Wasser. Dann kann man sich auch den Honig sparen.
  • 60 Prozent Gemüse ist zumindest für mich utopisch. Es soll ja auch schmecken. Ich bleibe bei etwas Gemüse und esse lieber häufiger einen Salat oder eine leckere Gemüsesuppe.
  • Ingwer und Zimt eignen sich gerade jetzt im Winter zum Würzen.
  • Einen Smoothie der nicht schmeckt können auch TK-Beeren nicht retten.

Wie haltet Ihr es mit grünen Smoothies? Mögt Ihr sie? Oder habt Ihr noch weitere Rezepte (ohne Gartenkresse)?

Abrazo,

Señorita S.

Frühstücksmuffins

Die Frühstücksmuffins hatte ich vor einiger Zeit mal beim Sieben Sachen Sonntag gezeigt und versprochen eine Anleitung dazu zu posten. Da mir noch genau ein Foto fehlte, gab es sie letztes Wochenende gleich nochmal zum Frühstück. Sie sind wirklich ganz fix gemacht und machen auch wenn Gäste kommen echt was her.

Heute ist das Rezept auch ganz besonders für alle, die heute aufgrund des Bahnstreiks gestrandet sind, zu Hause bleiben mussten oder nach der Hälfte des Tages gleich wieder zurückfahren mussten. Das nächste Wochenende kommt bald und dann sind diese Frühstücksmuffins genau das Richtige!



Ihr braucht dazu:

  • 6 Scheiben Toastbrot
  • 3 Eier
  • Käse
  • etwas Gemüse, z.B. Tomaten
  • optional etwas Schinken(würfel)
  • Kräuter
Zunächst die Rinde vom Toastbrot entfernen und die Toastbrotscheiben mit dem Nudelholz dünn rollen. Beim ersten Versuch dachte ich mir, dass man sich den Schritt sparen kann. Aber das geht nicht. Das Brot muss dünn sein. 





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Jede Scheibe an zwei gegenüberliegenden Ecken diagonal einschneiden. So kann man sie besonders gut in die Muffinformen legen.











3(nur kein Neid, nicht jeder kann so eine hübsche Arbeitsfläche in der Küche haben ;-)  )

Dann kommt der kreative Teil: Ich lege als unterste Schicht immer eine kleine Scheibe Käse hinein, dann verteile ich Tomatenwürfel, Petersilie und die Schinkenwürfel. Anschließend einfach verquirltes Ei mit Salz und Pfeffer würzen und darüber verteilen. Was die Füllung angeht sind Eurer Kreativität aber keine Grenzen gesetzt: Ziegenfrischkäse, Salami, Lachs ...
















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Dann die Muffins bei 180 Grad 15-20 Minuten im Ofen backen. Sie schmecken bestimmt auch kalt. Leider waren sie bei uns immer zu schnell weg, um das auszuprobieren :-)




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Abrazo,

Señorita S.

Laktosefreie Crema Catalana

Crema Catalana  - oder bei uns auch häufig Creme brûlée ist ja leider nicht unbedingt etwas was man mit einer Laktoseintoleraz essen und genießen kann. Das habe ich zumindest bisher gedacht. Die Rezepte, die ich kannte sind mit viel Sahne - und laktosefreie Sahne vertrage ich dank der blöden Zusatzstoffe nicht. Jetzt habe ich aber einige Rezepte nur mit Milch, Zucker, Stärke und Ei gefunden. Das muss ich unbedingt demnächst ausprobieren. Bis dahin habe ich aber eine schnelle Alternative aus der Tüte gefunden. Und sie ist laktosefrei!









Sie nennt sich Crema Catalana von Carmencita. Ich habe es bei Real im Regal mit den spanischen Spezialitäten entdeckt. Sie ist sogar glutenfrei. Der Preis lag unter 2 Euro. Das Pulver wird in (LF-)Milch aufgekocht und anschließend kalt gestellt. Laut Packungsangabe reichen beide Tütchen für 10 Portionen. Ich dachte, das wäre übertrieben. Aber die Creme ist wirklich sehr mächtig. Und lecker. Sicherlich nicht so gut wie Selbstgemachte, aber eine echte Alternative wenn es schnell gehen soll oder man laktoseintoleranten Besuch erwartet. Mit Sojamilch zubereitet wäre sie sogar vegan.




Das (fast) unfehlbare Rezept für die leckersten laktosefreien Schoko-Muffins der Welt

"Schreibst du darüber auch in Deinem Blog?", fragte mich Señor S. heute lachend.
Und ich hätte Ihm am liebsten den Schokoteig ins Gesicht geworfen. Was passiert war? Eine Geburtstagstorte für die Katze für die lieben Kollegen sollte es sein. Und weil es grad so sommerlich ist, ein Sommerkuchen. Im Netz recherchierte ich eine super lecker aussehende Zitronentarte. Das Rezept klang auch nicht sonderlich kompliziert und ich backe ja auch schließlich gerne. Schnell die Torte backen und dann gleich raus in die Sonne - war mein Plan.

Der Teig ging auch ganz fix. Nur war er irgendwie sehr klebrig. Keine Chance den auszurollen. Also rein ins Eisfach. Eine halbe Stunde später war der Teig dann zwar ganz kalt, klebte aber immer noch wie Tapetenkleister. So langsam kamen mir Zweifel an der ganzen Aktion. Señor S. und seine hilfreichen Kommentare machten es auch nicht besser: "Mach doch einfach deine berühmten Muffins, da kannst du nichts falsch machen!" Bitte, wie war das gemeint? Kann ich etwa nicht gut backen?  - Die Stimmung wanderte gegen Null....
Die Idee von Señor S., den Teig direkt in der Form auszurollen, war ehrlich gesagt auch nicht der Hit. Mit vereinten Kräften gelang es uns den Teig mit den Händen in die Form zu quetschen. Weiter im Rezept: "Bitte den Teig vorsichtig ausrollen, nach Möglichkeit nicht drücken."  - Nee, ist nicht möglich! Blöder Teig.
Der Rand wurde einen Tick zu braun, die Zitronencreme gelang perfekt. Ha, siehst Du, ich bin eine gute Bäckerin!


Mittlerweile hatte mich Señor S. überzeugt, dass eine Tarte zu wenig ist. Also noch schnell nebenbei Muffins backen. Das kann ich ja im Schlaf. Trockene Zutaten gemischt, flüssige Zutaten gemischt. Señor S. großspurig erklärt, wie wichtig es ist beides erst kurz vor dem Einfüllen zusammenzugeben. Und nebenbei Eischnee geschlagen. Damit es schneller geht den Mixer auf die höchste Stufe gestellt - und der Eischnee verteilte sich in Windeseile in der gesamten Küche. Oh, wie mich so etwas ärgert. Schüssel mit Eischnee ins Waschbecken gestellt und weitergeschlagen. Dann Señor S. weitere Anweisungen geben, Rest der Zitronencreme mit dem Finger naschen, schnell Hände waschen - und rein in den Eischnee!!! Heute ist echt nicht mein Tag. Eischnee mit Wasser drin wird nicht mehr fest - falls sich das mal Jemand von Euch gefragt hat ;-)




Der Rest lief dann glücklicherweise wie vorgesehen. Bis zu dem Moment, an dem ich die Zitronentarte anschneiden wollte. Da das eindeutig nicht mein Tag war, sollte das lieber Señor S. machen. Dann kann man auch besser motzen. Auf mich bin ich ja schließlich sowieso schon sauer... Beim Schneiden zerbröselt der Teig, die Creme zerläuft etwas und dann sind Brösel auf der schönen Zitronentarte. Um das auszubügeln streue ich etwas Puderzucker drüber. Klar, jetzt sieht's noch verunglückter aus. Echt nicht mein Tag. Ich lege die Tarte für den Transport wieder in die Springform , mache den Deckel drauf, hebe die Form an, und der Boden der Springform rauscht nach unten. Noch mehr Brösel auf der Tarte, noch mehr zerflossene Zitronencreme. - Backen ist echt nicht mehr mein Hobby!


Bin ich Señor S. dankbar, dass er mich zu den Muffins überredet hat. So kann ich den Kollegen Morgen wenigstens etwas anbieten. Die verunglückte Tarte werde ich auf den langen Transportweg schieben. Nur für den zu stark gebräunten Rand ist mir noch keine Ausrede eingefallen ;-)


Hier kommt es nun, dass unfehlbare Rezept für die leckersten, laktosefreien Schoko-Muffins der Welt:

165 ml Pflanzenöl
65 ml Kokosmilch
4 Eigelb
1 Schuss Kokossirup ( kann man auch weglassen, wenn man grad keinen Daheim hat)

mischen und beiseite stellen.

105 g Mehl
290 g Zucker
85 g Kakaopulver
50|g Kokosraspel
1 Päckchen Vanillinzucker
1 TL Backpulver

in einer zweiten Schüssel mischen

4 Eiweiß steif schlagen

Die Öl-Eier-Kokosmischung mit der Mehlmischung nur ganz kurz verrühren. Eiweiß unterheben und sofort in Muffinförmchen füllen. Dann schnell in den vorgeheizten Ofen (180 Grad, ca. 20-25 Minuten).
Wird der Teig lange gerührt, bildet sich mehr Gluten und die Muffins werden nicht so locker und saftig. Auch das Vorheizen ist super wichtig. Und dann klappt's auch mit den Muffins :-)


Ich wünsche Euch viel Erfolg und einen kühlen Kopf beim Backen!

Abrazo,
Señorita S.



Anti-Laktose

"Ach so, Du bist Anti-Laktose", sagte mir ein Bekannter neulich, "wenn ich das gewusst hätte, hätte ich Dir nicht das Rezept für Käsekuchen geschickt." Oh doch, ich liebe Käsekuchen. Und es gibt ja auch laktosefreien Quark, Sahne, Schokolade und sogar laktosefreie Antipasti.
ABER: Nicht alles eignet sich auch zum Kochen und Backen! Kommt Euch das bekannt vor? Der besagte Käsekuchen war mit dem LF-Quark einfach .... Quark. Weit entfernt von den cremigen Käsekuchen die ich aus meiner Kindheit kenne. Aber: Ich gebe nicht auf! Es gibt sicherlich auch ein Rezept, dass mit LF-Quark lecker schmeckt. So backe ich mich fröhlich durch Backbücher und Online-Rezepte und halte Euch selbstverständlich auf dem Laufenden!